Ausgefahren: Dacia Duster TCe 125 4WD

Der neue Duster ist ein wahrer Verkaufsschlager und ein Gewinn für die Marke Dacia. Der SUV, der sich für nichts zu schade ist, wird dabei mit verschiedenen Motorisierungen angeboten. Der TCe125 ist dabei die Top-Motorisierung, was die PS-Zahl angeht. DaciaBlog.de hatte die Möglichkeit bekommen, den Duster mit dem TCe125 4×4 Motor zu testen.

Bekannter Motor

Der TCe125 ist kein unbekannter Motor. Das 125 PS starke 1,2 Liter Aggregat fand bereits beim Vorgänger Anwendung. Der Käufer hat beim TCe125 die Wahl, ob er ihn als reinen Fronttriebler oder mit Allrad haben möchte. Der Aufpreis dafür beträgt 1900 Euro. Allerdings sollte man sich überlegen, ob man letzteres tatsächlich benötigt, denn auch mit Frontantrieb bietet der Duster dank einer Bodenfreiheit von 210 mm, Unterfahrschutz, Multi-View-Kamera (als zusätzliche Option) und einem Böschungswinkel von 30° (vorne) und 34° (hinten, bei 4×4 nur 33°) bereits gute offroad-Eigenschaften. Das volle Drehmoment des Motors von 204 Nm liegt bei 2.300 Umdrehungen an.

Bequemes Fahrwerk

Das Fahrwerk des Dacia Dusters 4×4 ist weich abgestimmt und liefert einen guten Komfort. Gröbere Unebenheiten der Fahrbahn schluckt es gut weg. Durch den höheren Schwerpunkt sollte man jedoch nicht zu flott durch die Kurven fahren, denn dann fängt der Duster an sich zu neigen. 

Allrad mit nützlichen Extras

Wer den Duster als Allrad-Variante kauft, bekommt zudem noch einige nützliche Extras. So zum einen eine Bergabfahrhilfe. Diese hält, wenn sie aktiviert ist, die Geschwindigkeit automatisch, sodass sich der Fahrer auf das Lenken des Fahrzeuges konzentrieren kann. Dies ist besonders bei schwierigem Terrain nützlich. Außerdem bekommt das Media Nav Evolution eine weitere Anzeige: Den 4×4 Screen. Hier werden dem Fahrer die aktuellen Neigungswinkel sowie ein Kompass angezeigt, um die Orientierung und das Fahren im Gelände zu vereinfachen.

Neuer Duster deutlich leiser 

Was man beim Fahren im Vergleich zum Vorgänger sofort merkt: Der neue Duster ist deutlich leiser geworden. Das liegt zum einen an einer verbesserten Dämmung, aber auch an höherwertigen Materialien sowie einer dickeren Frontscheibe. Im Gegensatz zum TCe90 (Renault Clio, Renault Captur, Dacia Sandero und Dacia Logan), ist der TCe125 ein Vierzylinder. Das merkt man nicht nur an der Leistung, sondern auch an der Laufruhe: Von allen angebotenen Motorisierungen ist der TCe125 der ruhigste. Im Stand hört man den Motor eigentlich gar nicht (wenn er nicht aufgrund der Start-Stop-Automatik eh aus ist) und während der Fahrt auf der Landstraße hört man nur hier und da etwas den Turbo flüstern. Auffälliger sind da aber eher die Abrollgeräusche der Reifen, sowie der Wind.

Flott unterwegs

Der TCe125 mit dem 6-Gang-Getriebe erlaubt durchaus eine etwas flottere Fahrweise. Dank der 125 PS bzw. der 205 Nm Drehmoment kommt man schnell von der Stelle und auch Überholmanöver auf der Autobahn sind kein Problem. Bei 179 km/h ist jedoch Schluss. Zum Vergleich: Der TCe125 mit Frontantrieb kommt laut Dacia auf 177 km/h. Wer zügig auf der Straße unterwegs ist, darf sich über einen höheren Spritverbrauch nicht wundern: Verbräuche über 10 Liter auf 100 Kilometer sind durchaus möglich.

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Im Gelände zuhause

Eines sieht man dem Duster sofort an: Er fühlt sich auch im Gelände wohl. Und das ist nicht nur ein optischer Eindruck: Mühelos kämpft er sich über Schotterpisten, durch größere Wasserpfützen und schlammigen Untergrund. Dank des hochgezogenen Unterfahrschutzes aus Kunststoff muss man nicht gleich Angst um den teuren Lack haben, sollte einmal ein Ast oder ähnliches im Wege sein. Wer nahe am Abgrund fährt, freut sich über die Multi-View-Kamera, mit der man auch die Seiten im Blick hat. Dank der großen Böschungswinkel kann man auch steilere Berge und Erhöhungen erklimmen.

Zuverlässiger Allradantrieb

Der Allradantrieb kennt drei Betriebsmodi, die sich mit einem Drehrad in der Mittelkonsole auswählen lassen: Auto, Lock und nur Frontantrieb. Zugegeben, meistens wird man nur mit Frontantrieb unterwegs sein. Im Winter hingegen oder auf unebenen Straßen kann die Einstellung „Auto“ durchaus sinnvoll sein. Hier entscheidet die Elektronik, ob und wann der Allradantrieb dazugeschaltet wird. Wählt man „Lock“ aus, wird dauerhaft bis zu einer Geschwindigkeit von 80 km/h Allradantrieb benutzt. Angezeigt wird der gewählte Modus im Kombiintrument. 

Die Bilder wurden uns freundlicherweise von Renault zur Verfügung gestellt. Den Duster konnten wir im Rahmen einer Fahrveranstaltung testen.

 



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